Dass Chefs von ihren Mitarbeitern immer einen perfekt aufgeräumten Schreibtisch verlangen, ist manchmal gar nicht so förderlich zum klaren Denken. Ein chaotischer Arbeitsplatz kann hilfreich sein bei der Suche nach einfachen Lösungen, fanden Forscher heraus.

Die eine Versuchsanordnung bestand aus einem unaufgeräumter Schreibtisch, an denen die Probanden mit einer Flut von mündlichen Anweisungen zu Recht kommen sollten.  Beim einem anderen Versuch sollten die Probanden in einem schlecht organisierten Geschäft einkaufen. Die Erfolgsstrategie, um mit den Schwierigkeiten umzugehen fand sich in der automatischen Kategorisierung. Ist also keine Ordnung vorhanden, sucht sich das Gehirn Bewältigungsstrategien, um mit dem Chaos klarzukommen und schafft auf anderer Ebene Ordnung, vermuten die Forscher. Die Produkte in Kategorien einzuteilen fiel den Versuchspersonen übrigens bei Unordnung sogar leichter.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man absichtlich Chaos schaffen sollte, denn daraus resultiert keine produktivere Arbeit. Ist es jedoch vorhanden hilft unsere Kategorisierung zur Klarheit und fokussierter Einfachheit zu gelangen.

Quelle:  Liu, J., Smeesters, D. & Trampe, D. (2011). Effects of messiness on preferences for simplicity. In: Journal of consumer research, August 2011, pp. 1-37

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